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Grundlagen der Strategieentwicklung
Nach Sun Tzu (ca. 400 Jahre v. Chr.) lassen sich strategische Erfahrungen aus
Kriegserfahrungen ableiten, denn der "Markt ist ein Schlachtfeld".
Zahlreiche strategische Optionen lassen sich aus Kriegsweisheiten
ableiten, z.B.
- "Dein Feind ohne Kampf zu unterwerfen ist die höchste
Kunst"
- "..wenn du nicht in Gefahr bist, kämpfe nicht"
- "Kämpfe nicht bei zerstreuter Lage"
- "Schließe in zentraler Lage Allianzen mit Nachbarstaaten, in
abgelegenen Gebieten plündere"
Andere Weisheiten entstammen aus einem Ehrenkodex der Samurai:
- "Ist Dein Gegner besser als du, warum dann kämpfen?"
- "Ist er nicht so gut wie Du, warum dann kämpfen?"
- "Ist er ebenbürtig, wird er verstehen, was du verstehst, und es wird
keinen Kampf geben."
Weitere Meilensteine in der Strategieentwicklung waren u.a. Clausewitz,
Steiner, Katz, Porter bis hin zu Mintzberg. Zentrale Werke von
Mintzberg waren u.a. "the rise and fall of strategic planning" (1979)
und "Strategy Safari" Mitte der 90er Jahre. In Strategy Safari werden
die 10 verschiedenen Strategieschulen gegenübergestellt.
Nach Mintzberg können
- Strategien schrittweise wachsen und sich im Zeitverlauf weiterentwickeln
- Festgelegte Strategien können ersetzt werden
- Strategieformulierung und -umsetzung hängen eng miteinander zusammen
- Strategische Ideen können überall im Unternehmen entstehen
- Strategieentwicklung ist ein fortwährender Prozess
Einfach beschrieben ist eine Strategie ein Bündel von integrierten
Maßnahmen, um lange anhaltende Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Diese
Maßnahmen müssen
- integriert, d.h. sich ergänzende Maßnahmen (die sich gegenseitig
verstärken)
- einen Wettbewerbsvorteil bringen, d.h. einen Zusatznutzen eines
Unternehmens für seinen Kunden bringen (der über die zusätzlichen Kosten
hinausgeht)
- lang anhaltend sein - d.h. schwierig zu imitieren oder zu substituieren
Strategien dienen zur Umsetzung einer Vision (eines Fernziels) durch einen
Maßnahmenplan. Es gibt grundsätzlich drei Arten von
Strategieentwicklungsprozessen, d.h. Corporate Strategy Development, Business
Unit Strategy Development und Functional Unit Strategy Development (z.B. für
Personalentwicklung, Informationstechnologie). Zwischen Gesamtunternehmensebene
und der Ebene der Business Units (den "strategischen
Geschäftseinheiten" = SGE) liegen noch die Kernkompetenzen zur Aktivierung
der besonderen Fähigkeiten. Für diese verschiedenen Ebenen der "Strategy
Development" wurden vornehmlich in den letzten vier Jahrzehnten zahlreiche
Methoden entwickelt bis Mitte der 90er Jahre. Erst Anfang der 90er Jahre wurde
ein Werkzeug zur Strategieumsetzung "Balanced Scorecard" von
Kaplan&Norton entwickelt und weltweit in zahlreichen Unternehmen und
Organisationen eingeführt.
In der Präsentation werden verschiedenen Aspekte zur Strategieentwicklung
vorgestellt und mit Kernfragen hinterlegt. Diese spiegeln sich durch die
Gliederung des Dokumentes. Das über 130 Seiten umfassende Dokument
beinhaltet folgende Gliederung:
- Begriffliche Einführung - von Sun Tzu bis Mintzberg
- Märkte, Kunden, Segmentierungen
- Strategische Fähigkeiten und Kernkompetenzen
- Wettbewerb und Umfeld
- Interne Prozesse und Veränderungsfähigkeit
- Elemente einer Strategie und operativer Leitplan
- Anhang: Literaturverzeichnis und Internet-Adressen
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