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Der Innovationsprozess
Das „Stage-gate-Modell“ von Robert J. Cooper, Professor an der Universität
von Ontario, hat sich inzwischen als Standard-Vorgehensmodell für
Innovationsmanagement etabliert. Seine Phasen und Hilfsmittel basieren auf
zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen und stellen somit eine solide
Basis für strukturierte und Ziel gerichtete Innovationen dar. Viele
Unternehmen – auch deutsche – arbeiten danach und haben zum Teil
beeindruckende Ergebnisse erzielt.
Das stage-gate-Modell ist geprägt davon,
dass am Ende einer Phase eine bewusste GO/NOGO-Entscheidung steht, die als
„Gate“ über die Fortführung der Idee befindet. Mit dieser Entscheidung werden
unattraktive oder unrealistische Ideen/Projekte herausgefiltert und die
Ressourcenverschwendung in Fehlschläge soll vermieden werden. Denn allzu oft
ist der Erfinder von seiner Idee derart begeistert und emotional gefangen,
dass sachliche Belange und Fakten ignoriert werden.
Der Glaube an die Idee
und der Traum vom großen Erfolg machen dann blind für offensichtliche Hürden.
Die bewusste Freigabe-Entscheidung durch ein unabhängiges Gremium sorgt für
einen Ausgleich zwischen Leidenschaft und Objektivität.
Aus der Sicht des Autors ist das Coopers-Modell jedoch zu kurz gesprungen.
Für den Erfolg einer Idee sind Marketing und Vertrieb ebenfalls ganz wichtige
Phasen – wenn nicht sogar die entscheidenden Phasen in vielen Nachfragemärkten.
Selbst ein Produkt, welches nach einem sauber strukturierten Innovationsprozess
entwickelt wurde, hat keine Erfolgsgarantie – schon gar nicht wenn der Absatz
nicht 100% professionell funktioniert.
Aus dieser Erkenntnis und zahlreichen eigenen Erfahrungen heraus hat der
Autor das innodrom Innovationsmodell entwickelt. Es fundiert nicht auf eine
wissenschaftliche Untermauerung, enthält dafür aber viele Hinweise und
Empfehlungen aus der Praxis. Das Modell betrachtet eine Idee von Beginn
bis zur Wiege, denn für jede Innovation ist irgendwann die Zeit abgelaufen.
Dies gilt insbesondere in zahlreichen Branchen, die in den letzten Jahren
bedeutsame Beschleunigungen erfahren haben. Hier müssen ständig neue
Innovationen und immer kürzerer Zeit auf den Markt gebracht werden. Wie man
diesen Druck mit der hohen Komplexität organisiert, dazu gibt die Präsentation
Hilfestellungen.
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