Mikropolitik in organisatorischen Veränderungsprozessen
Organisationen befinden sich im Wandel. Automatisierung und Computerisierung eröffnen Rationalisierungschancen, zunehmender Wettbewerbsdruck durch Internationalisierung der Märkte verstärkt den Zwang zu effizienten Organisationsstrukturen.
Doch selten lässt sich von Beschreibungen gescheiterter Veränderungsprozesse lesen. Die Literatur zur Organisationsentwicklung ist voll von gelungenen Beispielen, eine Kultur der schwarzen Zahlen scheint vorzuherrschen.
Unvorhergesehenes und begrenzte Kalkulierbarkeiten von Prozessen, Konflikte zwischen den Akteuren sind jedoch scheinbar nicht die Ausnahme sondern die Regel.
Zwischen den Strategieplänen für eine planbarere organisatorische Rationalität und der Organisationswirklichkeit bestehen nur sehr lockere Verbindungen, denn Organisationen sind keine Input-Output Maschinen, die den Strategien des Managements gehorchen, sondern Handlungsfelder, die durch Machtbeziehungen geformt werden.
Daher sind sie immer auch Orte des Interessenkampfes zwischen verschiedenen Akteuren. Die Mikropolitik, die Machtpolitik im Kleinen rückt bei der Veränderung bestehender organisatorischer Ordnung in den Fokus.
Die vorliegende Präsentation beschäftigt sich mit der Frage, welchen Einfluss mikropolitische Prozesse auf organisationalen Wandel haben können und welche Abhängigkeiten dabei entstehen. Zudem wird thematisiert welche Konsequenzen daraus für die betriebliche Realität zu ziehen sind.
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