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Kurzbeschreibung:
Der Wandel wirtschaftlicher Rahmenbedingungen macht Unternehmensführung heute
zu einem schwierigen Geschäft: Wachsender Innovations- und Effizienzdruck, Preiskämpfe,
sprunghafte Kunden wie auch die gestiegenen Erwartungen der Öffentlichkeit an die
Verantwortung im Management stellen Führungskräfte vor besondere Herausforderungen.
Um so mehr verwundert, wie einseitig die Diskussion um die "Corporate Governance"
verläuft. Meist stehen rein führungstechnische, finanzwirtschaftliche oder ethische
Argumente im Vordergrund. Dabei gerät die eigentliche Basis unternehmerischen Handelns
in Vergessenheit: die Konzeption, Gestaltung und Vermarktung erfolgreicher Produkte
und Dienstleistungen.
Dieses Buch setzt Unternehmensführung wieder in einen direkten Zusammenhang zu
dem, was unternehmerisches Handeln immer schon ausgemacht hat und heute wichtiger
denn je ist: das kreative Schaffen und Weiterentwickeln von Marken und Produkten.
Inhaltsverzeichnis:
Vorwort ......................................................................................................7
Corporate Governance
New Governance - Strategien gegen den Overkill ......................................17
Schamane, Chirurg, Hofnarr - Zeit für eine neue Beraterkultur ..................51
Innovation Governance
Innovation der Innovation - Vom richtigen Umgang mit dem Neuen ..........69
Produktmanagement - Die vergessene Disziplin ........................................89
Marktforschung - Die Kunst des Wissens und des Nicht-Wissens ............113
Brand Governance
Herausforderung Marke - Der neue Kampf um die Zielgruppe .................135
Brand Governance - Wie man Marken strategisch führt ...........................175
Design Governance
Business & Design - Der Faktor Design im Wirtschaftsprozess ................195
Designgeschichte und wirtschaftliche Entwicklung ...................................227
Corporate Design - Spezifische Handlungsfelder im Unternehmen ..........257
Design Management und strategisches Design .......................................287
Leseprobe
Man stelle sich einmal die folgende Situation vor:
Einige der Vorzeigeunternehmer des 19. oder 20. Jahrhunderts - zum Beispiel Gottlieb
Daimler, Robert Bosch, die Gebrüder Siemens, Henry Ford, Camillo Olivetti, Thomas
J. Watson oder Yvonne e Foinant - würden von den Toten auferstehen und für ein paar
Tage den Entscheidungsprozessen eines führenden Blue-Chip-Unternehmens folgen dürfen.
Sie wären ohne Zweifel entsetzt. Das Entsetzen hätte vermutlich nur bedingt etwas
mit den digitalen Kommunikations- und Präsentationstechnologien zu tun, an die sich
die besagten Entrepreneure sicher erst einmal gewöhnen müssten. Viel größer wäre
- ganz im Sinne des einleitenden Zitats - sicherlich das Kopfschütteln darüber,
wie sehr Wirtschaftslenker sich heute von den ureigensten Bedürfnissen und Notwendigkeiten
unternehmerischen Handelns entfernt haben.
An die Stelle einer aktiven Auseinandersetzung mit stimmigen Marktangeboten,
innovativen Produkten und neuen Kundenbedürfnissen ist vielfach die Beschäftigung
mit abstrakten Kennzahlen, Strukturen und Prozessen getreten. Statt sich um eine
Erhöhung des langfristigen "Market" oder "Customer Value" zu kümmern, sind viele
Führungskräfte heute von einem ausgeprägten Kurzfristdenken getrieben.
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