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Überladene Folien, chaotische Gliederung, rasantes Vortragstempo – immer wieder
sind schlechte Präsentationen Grund für Frust beim Publikum wie auch beim Vortragenden
selbst. Dabei ist es gar nicht so schwer, gut zu präsentieren, wenn man richtig
vorbereitet ist. Dieses Buch vermittelt Ihnen Methoden und Fertigkeiten zur erfolgreichen
Gestaltung von Präsentationen.
Der erste Teil zeigt Ihnen, in welcher Weise nonverbale und verbale Signale in
Präsentationen wirken und wie Sie diese Signale systematisch steuern. Im zweiten
Teil geht es um den übersichtlichen Aufbau von Präsentationen. Erläutert wird dabei,
wie Sie mit Visualisierungen die Verständlichkeit erhöhen und dazu gängige Medien,
zum Beispiel Flipchart oder Laptop, sinnvoll einsetzen. Der dritte Teil beschäftigt
sich schließlich mit Methoden zur effizienten Kontrolle der körperlichen Anspannung
vor und während einer Präsentation.
Über den Autor:
Eberhardt Hofmann Jahrgang 1959, Studium der Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie,
Tätigkeit im Bereich Personalentwicklung bei verschiedenen Großunternehmen
Inhaltsverzeichnis
Einführung und Überblick
Präsentationsverhalten
Paraverbales und nonverbales Präsentationsverhalten
Verbales Präsentationsverhalten
Präsentationsverhalten: Reaktion auf destruktive Einwände
Präsentationshilfsmittel
Präsentationstechnik: Aufbau und Gliederung
Präsentationshilfsmittel: Visualisierung
Gestaltung und Handhabung von Visualisierungsmedien
Reduzierung der Anspannung
Verringerung der Anspannung mit Hilfe der Atmung
Muskuläre Techniken zur Verminderung der Anspannung
Techniken zur Veränderung bildhafter Vorstellungen
Absolutistische Forderungen an sich selbst
Veränderungsmechanismen
Anhang: Beobachtungsblätter
Literatur
Leseprobe
Von zentraler Bedeutung für die Verständlichkeit ist die Einfachheit, mit der
man Zusammenhänge erklärt. Dem Motiv, sich verständlich auszudrücken, steht zuweilen
jedoch das Motiv der Selbstdarstellung entgegen. Neben dem, was man rein inhaltlich
vermitteln möchte, bringt man mit jeder Art der Kommunikation auch noch drei andere
Dinge zum Ausdruck: Man sagt erstens etwas darüber aus, wie man sich die Beziehung
zwischen den Kommunikationspartnern vorstellt.
Zusätzlich dazu enthält jede Aussage auch immer eine Appellfunktion (man will
die Zuhörer zu etwas veranlassen). Schließlich sagt man auch noch etwas über sich
selber aus (man stellt sich selbst dar). Dieser Gesichtspunkt der Selbstdarstellung
ist neben dem Sachaspekt der für unser Thema relevanteste. Die Frage: »Konnten Sie
bisher meinen Aussagen folgen?« kann zum Beispiel auf der Sachseite die Erkundigung
beinhalten, ob alles verstanden wurde. Sie kann aber darüber hinaus auf der Beziehungsseite
die Botschaft enthalten: »Ihr könnt mir sowieso nicht das Wasser reichen«, auf der
Appellseite die Aussage »Stellt bloß keine dummen Zwischenfrage« und auf der Selbstdarstellungsseite
die Aussage: »Ich bin der unumstrittene Fachmann«.
Der Sachaspekt steht bei der Kommunikation (anscheinend) im Vordergrund. Die
Bedeutungen der anderen Aspekte sind dabei nicht so offensichtlich, sie müssen eher
erschlossen, vielleicht sogar erraten werden. Sie sind auf jeden Fall nicht so eindeutig
erkennbar wie der Sachaspekt. Bei einer Präsentation stellt man neben dem Thema
immer auch sich selbst dar. Die Präsentation ist sozusagen eine »Bühne« der Selbstdarstellung,
auf der der Präsentierende agiert.
Daher ist es wichtig, sich diesen Punkt etwas näher zu betrachten. Der Selbstdarstellungsaspekt
der Kommunikation verlockt bei der Präsentation häufig dazu, mit möglichst komplizierten
und schwer verständlichen Begriffen zu arbeiten, um sich auf diese Weise als Experte
auszuweisen. Außerdem zeigt man den Zuhörern damit auf der Beziehungsebene, dass
man mindestens gleichberechtigt, möglicherweise sogar noch höher im Status zu bewerten
ist als diese. Verfolgt man mit einer Präsentation das Ziel, sich als Experte darzustellen,
der bei den Zuhörern womöglich die Reaktion auslöst: »Ich habe nichts verstanden,
das Thema muss wirklich schwierig und der Präsentierende sehr kompetent sein«, dann
sollte man in einer möglichst diffizilen Ausdrucksweise präsentieren. Verfolgt man
dagegen mit der Präsentation das Ziel, einen Sachverhalt so darzustellen, dass die
Zuhörer möglichst viel verstehen, sollte man die weiter unten beschriebenen Möglichkeiten
der Steigerung der verbalen Verständlichkeit nutzen.
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