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Innovation ist unsicher, unvorhersehbar und riskant. Innovationsprojekte in Unternehmen
sind komplex und laufen quer durch alle Abteilungen. Dennoch ist es heute wichtiger
denn je, innovative Produkte mit knappen Ressourcen an den Markt zu bringen – in
immer kürzerer Zeit und zu immer geringeren Kosten.
Professionelles Innovationsmanagement macht wirtschaftlich erfolgreiche Innovationen
möglich, es sichert Wachstum und Existenz des Unternehmens. Mit welchen Methoden
Unternehmen Innovationen vorantreiben, zeigt dieses Praxishandbuch anhand zahlreicher
praktischer Beispiele. Es wendet sich an Fach- und Führungskräfte, insbesondere
aus den Bereichen Forschung, Entwicklung, Marketing und Produktmanagement.
Über die Herausgeber:
Dr. Edelbert Dold ist stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und
Handelskammer Koblenz. Er ist Mitglied im Technologiebeirat von Rheinland-Pfalz,
im Beirat des Forschungszentrums Glas/Keramik und im DIHK-Mittelstands -ausschuss.
Darüber hinaus ist er Vorstand der IT-Akademie Rheinland-Pfalz und des ManagementZentrums
Mittelrhein. Die Stiftung Industrieforschung hat ihn für die Entwicklung des Studiengangs
»Innovations-Management« mit dem Initiativpreis ausgezeichnet.
Professor Dr. Peter Gentsch ist Chief Scientist bei der Business Intelligence
Group und Lehrstuhlinhaber des Albert Berner-Stiftungslehrstuhles für Internationale
Betriebswirtschaftslehre. Vorher war er viele Jahre als Consultant und Coach für
namhafte Industrie- und Dienstleistungsunternehmen tätig.#
Inhaltsverzeichnis:
Vorwort zur aktualisierten 2. Auflage Dold, Edelbert, Gentsch Peter
Innovationsfreundliche Organisationsstrukturen gestalten Nebe, Ralph
Innovationsorientierte Personalentwicklung Neef-Cramer, Renate / Mentzel, Wolfgang
TRIZ - eine wissensbasierte Innovationsmethode Herb, Rolf
Kreativitätstechniken Schaude, Götz / General, Sabine
Management von Innovationsideen Geschka, Horst / Schwarz-Geschka, Martina
Innovationswiderstände Brockhoff, Klaus
Indikatoren für Innovationsschwäche Brockhoff, Klaus
Kontinuierliche Verbesserungen mit der Growtth-Methode Merz, Eberhard / Tempel,
Frank
Business Intelligence für das Innovationsmanagement Gentsch, Peter
Die rechtliche Absicherung von Innovationsprojekten Hase, Stephan
Analyse von Kundenkommunikation mit IOS Panzer, Philip / Heinze, Norman
Erfolgreiche Markteinführung von Produkten und Verfahren Abresch, Wendelin
Die Messung des Innovationserfolgs Zillmer, Peter
Die Analyse von Netzwerken: Social Network Analysis (SNA) Grothe, Martin
Autorenverzeichnis:
- Wendelin Abresch
- Klaus Brockhoff
- Edelbert Dold
- Sabine General
- Peter Gentsch
- Horst Geschka
- Martin Grothe
- Stephan Hase
- Norman Heinze
- Rolf Herb
- Wolfgang Mentzel
- Eberhard Merz
- Ralph Nebe
- Renate Neef-Cramer
- Philip Panzer
- Götz Schaude
- Martina Schwarz-Geschka
- Frank Tempel
- Peter Zillmer
Leseprobe
Jedes Unternehmen steht heute vor dem Problem, mit knappen Ressourcen immer komplexere
Aufgaben bearbeiten zu müssen. Dieses gelingt nur, wenn die Aufgabe im Sinne einer
Aufgabenteilung und Spezialisierung in Teilaufgaben zerlegt wird. Dabei entstehen
aufwendige Koordinations- und Kommunikationsaktivitäten, die entsprechende Kosten
verursachen. Organisationsstrukturen (Aufbau- und Ablaufregeln) sind der Versuch,
diese Koordinations- und Kommunikationskosten weitestgehend zu minimieren, bei einer
gleichzeitigen Optimierung des Wissens- und Informationstransfers zwischen den Unternehmensbereichen.
Eine der wichtigsten Erkenntnisse der Organisationsforschung sei hier jedoch
gleich vorweggenommen: Die optimale und allgemeingültige Organisationsstruktur gibt
es nicht beziehungsweise kann es nicht geben. Vielmehr hängt die Wahl der kostenminimierenden
Organisationsstruktur von den Eigenschaften der zu organisierenden Aufgabe ab. Und
genau hier liegt das Problem: Innovationsaufgaben sind nahezu immer komplex, nicht
vorhersehbar beziehungsweise planbar, unsicher, riskant und einmalig beziehungsweise
meist sogar erstmalig. Für Innovationen fühlt sich jeder oder keiner zuständig.
Sie laufen quer durch alle Abteilungen, missachten Unternehmensgrenzen und werden
oftmals sogar als »Störenfriede im wohlgeordneten Regelwerk« [2] angesehen.
Die dringende Notwendigkeit des Aufbaus besonders innovationsförderlicher Strukturen
zeigt sich vor allem in der aktuellen Diskussion, wo es nicht mehr um die Frage
geht, ob man innovativ sein will, als vielmehr darum, wie Innovationen planmäßig
und organisiert realisierbar sind. Ziel dieses Beitrages ist es daher, dem Leser
eine Art »Leitfaden« in die Hand zu geben, damit er seine Organisationsstruktur
entsprechend der gewählten Innovationsstrategie so innovationsfreundlich wie möglich
gestalten kann. Auf den ersten Blick erscheint dies zunächst widersprüchlich, denn
es herrscht die weit verbreitete Meinung, dass jede Organisationsstruktur prinzipiell
Innovationen unter-drückt.
Die Frage nach dem Warum lässt sich wie folgt beantworten: Die Organisation mit
ihren Strukturen, Stellen, Zuordnungen und Regeln ist von ihrer Grundidee her immer
auf die Bewältigung von Routineaufgaben zugeschnitten – und Innovationsaufgaben
sind alles andere als Routinetätigkeiten. Dieses führt automatisch zu den folgenden
Effekten [3]:
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